Samstag, 8. August 2009

Siemens Mülheim bleibt in der Krise auf Kurs


Kurzarbeit, das macht Standortsprecherin Kerstin Reuland deutlich, ist für Siemens in Mülheim auch in der Wirtschaftskrise kein Thema. Das Unternehmen hatte seine Belegschaft in den letzten Monaten sogar noch einmal aufgestockt. Dezeiten arbeiten 4600 Menschen bei Siemens in Mülheim. Hier werden Gas- und Dampfturbinen sowie Generatoren für Kraftwerke hergestellt.

Unter anderem ein Großauftrag für das niederländische Gasturbinen- und Kombikraftwerksprojekt Enecogen im Hafen von Rotterdam sorgen am Siemens-Standort Mülheim, laut Reuland, für eine nahezu 100-prozentige Auslastung. Bisher habe die Krise nur zu einem Abbau von Überkapazitäten und Auftragsvergaben an Zulieferbetrieben geführt.

Neueinstellungen, so die Standortsprecherin, werden derzeit aber nicht mehr auf breiter Front, sondern nur noch punktuell im Ingenieursbereich vorgenommen. Als Ausbildungsbetrieb bleibt Siemens in Mülheim vorerst eine sichere Bank. Zum 1. September beginnen dort 100 Jugendliche, acht mehr als im Vorjahr, ihre Ausbildung.

Dennoch bleibt auch der Weltkonzern Siemens, der seit genau 40 Jahren in Mülheim ansässig ist, von der aktuellen Weltwirtschaftskrise nicht verschont. Bei einer Bilanzpressekonferenz in München teilte Siemens-Vorstandschef Peter Löscher kürzlich mit, dass Siemens im dritten Quartal 2009 im Vergleich zum dritten Quartal 2008 einen Umsatzrückgang um 4 Prozent auf jetzt rund 18,3 Milliarden Euro hinnehmen musste. Gleichzeitig sank der Auftragseingang bei Siemens um 27 Prozent auf jetzt 17,2 Milliarden Euro.

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