Dienstag, 6. April 2010

Auch der Städtepartnerschaftsverein könnte vom Rotstift-Diktat im städtischen Haushalt empfindlich getroffen werden



Der Vereinsvorsitzende Martin Weck (Foto) fordert die Mitglieder und Sympathisanten des Fördervereins Mülheimer Städtepartnerschaften auf, im Internetportal der Stadt unter www.muelheim-ruhr.de im Rahmen des Bürgerforums zur Haushaltskonsolidierung der Stadtspitze und den Ratsmitgliedern deutlich zu machen, warum der Verein keinesfalls auf eine hauptamtliche und bei der Stadt angesiedelte Geschäftsführung verzichten kann. Nach Wecks Ansicht kann die kontinuierliche Koordination der zahlreichen Kontakte in die Partnerstädte Tours, Darlington, Kuusankoski/Kovolola, Oppeln, Kfar Saba und Beykoz nur durch eine hauptamtliche Anlaufstelle bei der Stadt gewährleistet werden. Das gilt für Weck umso mehr, als das es nicht in allen Partnerstädten einen bürgerschaftlich getragenen Förderverein, wie in Mülheim, gibt. Schon eher hält es Weck für möglich den Wegfall des städtischen Zuschusses von aktuell 7400 Euro pro Jahr durch das Einwerben von Stiftungs,- Sponsoren- und Drittmittel ausgleichen zu können.
Durch einen Verzicht auf eine amtliche Koordination der Städtepartnerschaften will die Stadt in diesem Jahr 33.400 Euro und in den Folgejahren jeweils 120 000 Euro an Personalkosten einsparen. Allein durch die Aufgabe der im Rathaus angesiedelten Geschäftsstelle des Städtepartnerschaftsvereins würde die Stadt jährlich 52 000 Euro einsparen.

Die ebenfalls vom Stadtkämmerer vorgeschlagene Einsparung der Sachkosten für städtepartnerschaftliche Aktivitäten würde die Stadtkasse in diesem Jahr um 15000 Euro und in den Folgejahren um jeweils 30 000 Euro entlasten. Ein Zahlenvergleich macht deutlich, das der derzeit 307 Mitglieder zählende Förderverein wesentlich mehr Mittel für die Pflege der Städtepartnerschaften erwirtschaftet hat, als er an städtischen Zuschüssen dafür bekommen hat. In den 15 Jahren seines Bestehens hat der Förderverein rund 180000 Euro als Mitgliedsbeiträge und rund 97000 Euro als Spenden für Begegnungen im Rahmen der Städtepartnerschaften verwenden können.In der gleichen Zeit hat er mit Hilfe von Sponsoren 212 000 Euro als Zuschüsse für Begegnungen an Schulen, Vereine und Verbände auszahlen können. Gleichzeitig erhielt er für sein Engagement städtische Mittel in Höhe von 38000 Euro.
 

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