Freitag, 9. Juli 2010

Styrum: Endlich wieder freie Fahrt durch die Unterführung an der Steinkampstraße


Der letzte Handschlag an der Baustelle im Bereich zwischen Steinkampstraße, Hauskampstraße und Friesenstraße ist symbolischer Art: Bezirksbürgermeisterin Heike Rechlin-Wrede und Bauarbeiter Frank Arnscheidt räumen am Mittwochvormittag die letzte Absperrung aus dem Weg. Jetzt kann der Verkehr wieder durch die Unterführung am Styrumer Bahnhof fließen. Zwölf Monate war sie wegen der Straßen- und Rohrbauarbeiten gesperrt. Jetzt liegt die Steinkampstraße etwa 35 Zentimeter tiefer, so dass auch Lastwagen problemlos die 3,80 Meter hohe Brücke unterqueren können.Anwohner Hans-Peter Raddatz drückt seine Gefühlslage mit einem Transparent aus: „Gott sei es gedankt“, ist da zu lesen. Dazu passt, dass wie bestellt, aber doch rein zufällig , ausgerechnet der Pfarrer von St. Barbara, Manfred von Schwartzenberg, mit seinem Motorrad als erster die wieder freigegebene Unterführung an der Steinkampstraße passiert.


Nicht nur Anwohner Raddatz und seinem Nachbarn Heinz Freese von der Hauskampstraße fällt ein Stein vom Herzen, denn mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist auch die Zeit der nervenaufreibenden Umwege vorüber. Allerdings ist Freese überzeugt, dass die Bauarbeiten viel früher hätten abgeschlossen sein können. Immer wieder habe er nur zwei oder gar keine Arbeiter an der Baustelle gesehen. Bezirksbürgermeisterin Rechlin-Wrede dankt den Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Leidensfähigkeit, sieht den Zeitplan der Bauarbeiten aber nur um drei Wochen überschritten und spricht von einer „sinnvollen Investition in die Infrastruktur.“Die Kosten für die Straßenbauarbeiten beziffert sie auf 500 000 Euro und weist darauf hin, dass mit Hilfe des Konjunkturpaketes II, dass die Steinkampstraße zwischen Hauskamp- und Friesenstraße mit lärmoptimiertem Asphalt, zwei Bushaltestellen und neuen Parkplätzen ausgestattet werden konnte.


Mit der Tieferlegung der Steinkampstraße mussten im Bereiche zwischen Hohe- und Poststraße auch vier große Wasserversorgungsleitungen der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft ausgetauscht werden, was noch einmal mit 600 000 Euro zu Buche schlug.Was die Bauarbeiten besonders schwierig machte, waren unvorhergesehene, weil in den Plänen nicht verzeichnete Leitungen und Betonfundamente. „Solche Bauarbeiten möchte ich in den nächsten fünf Jahren nicht mehr erleben“, gab die städtische Bauleiterin Britta Us zu, die viele Überstunden in das Projekt investiert hatte.


Dieser Text erschien am 8. Juli in NRZ und WAZ

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