Samstag, 1. Januar 2011

Wie die Seniorentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt und das Jugendzentrum eine Brücke zwischen den Generationen schlagen


Normalerweise geht in einer Seniorentagesstätte eher geruhsam zu. Doch an diesem Montag sorgen Jugendliche aus dem Jugendzentrum an der Georgstraße dafür, dass es in der Altentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt an der Bahnstraße eher turbulent zugeht.

Die generationsübergreifende Adventsfeier, bei der sich der Nikolaus Mike Vojar vom Jugendzentrum immer wieder an seinem Bart zupfen lassen muss, dafür aber auch einen bunten Mix aus Musik, Tanz und Gesang zu sehen und zu hören bekommt, ist Teil des Projektes "Alt trifft Jung", das die Sozialpädagogin Vahide Tig vom Jugendzentrum Georgstraße und die Leiterin der Altentagesstätte an der Bahnstraße, Elke Dohmann-Jurkewiecz bereits 2009 auf den Weg gebracht haben.

"Es geht darum, dass Jugendliche und Senioren, die sonst im Alltag keine Berührungspunkte miteinander haben, sich gegenseitig kennen- und respektieren lernen", sagt Tig über das Projekt, bei dem Senioren und Jugendliche aus Stadtmitte und Eppinghofen regelmäßig miteinander sprechen, lernen, spielen, basteln, unterwegs sind oder feiern. "Solche Begegnungen, sind wie ein kleiner Samen, der langfristig wirkt und Früchte trägt," glaubt die 74-jährige Manrianne Seger. Und der 14-jährige Filipp Fischer findet es in diesem Zusammenhang"interessant, Menschen kennen zu lernen, die in ihrer Jugend etwas ganz anderes erlebt haben als ich selbst."

Awo-Mitarbeiterin Domann-Jurckiewicz, die an diesem Nachmittag in einem Engelskostüm durch das Programm führt, beschreibt die Beziehungarbeit zwischen den Generationen und Kulturen als "einen langen und schwierigen Weg, der sich aber lohnt."


Ein Text zu diesem Thema erschien am 23. Dezember 2010 in NRZ und WAZ

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