Freitag, 23. November 2012

In Memoriam Hans Fischer: Ein Nachruf auf den Vorsitzenden des Mülheimer Geschichtsvereins

Wer etwas über die Stadtgeschichte erfahren will, begegnet immer wieder dem Namen Hans Fischer. Als langjähriger Vorsitzender des Geschichtsvereins hat der pensionierte Pädagoge und promovierte Germanist Bücher und Aufsätze zu zahlreichen Themen der Mülheimer Vergangenheit veröffentlicht, ob zum Kloster Saarn, über Gerhard Tersteegen oder über den Stadtteil Styrum, in dem er am 2. Dezember 1931 als Sohn eines Buchhalters das Licht der Welt erblickte. 1952 machte er am heutigen Karl-Ziegler-Gymnasium sein Abitur, studierte anschließend in Köln Germanistik und Latein und begann dann seine Lehrtätigkeit am Gymnasium Broich.


Bis zuletzt hat sich Fischer auch im Styrumer Geschichtsgesprächskreis engagiert, der sich freitags in der Feldmannstiftung trifft und seit 2001 vier Bände zur Stadtteilgeschichte herausgegeben hat. Jetzt ist Fischer, der später mit seiner Familie in Saarn lebte, nach langer und schwerer Krankheit gestorben. „Nur wer weiß, wo er her kommt, weiß auch, wo er hin will,“ hat er einmal über seine Leidenschaft für die Mülheimer Geschichte und den Erhalt ihrer Zeugen und Wahrzeichen gesagt und gefragt: „Was wäre unsere Stadt heute ohne Schloss Broich oder das Tersteegenhaus?“ Beide Baudenkmäler konnten seinerzeit nur unter maßgeblichem Einsatz des Geschichtsvereins erhalten werden. Fischer begann sein eigenes Engagement für den Geschichtsverein in den frühen 80er Jahren. Seine historischen Exkursionen und Vorträge waren gefragt und gern gehört. 1998 übernahm er den Vorsitz des Vereins, der zurzeit rund 780 Mitglieder zählt und mit Fischer jetzt seinen Vormann und Vordenker verloren hat.

 Dieser Text erschien am 23. November 2012 in NRZ und WAZ 

1 Kommentar:

  1. Ludwig Siebert12. Mai 2013 um 11:58

    Lebhaft kann ich mich noch an unseren Latein-/Deutschlehrer am damaligen Bischöflichen Abendgymnasium in Essen erinnern. Einer der besten Lehrer, den wir damals hatten. (Ohne Eggerath oder Kaufmann - beide wohl auch nicht mehr unter den Lebenden - wären meine Perspektiven wohl etwas sparsamer ausgefallen.

    Mit vielen Grüßen vom Bodensee
    Ludwig Siebert

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