Dienstag, 2. April 2013

So gesehen: Weiße Ostern

Haben wir schon Ostern? Wenn man aus dem Fenster schaut oder sich ganz unverfroren nach draußen traut, könnte man glauben, es sei bald Weihnachten. Denn leise rieselt da der Schnee.




Auch den Hühnern, so hört man, soll es zu kalt sein, weshalb sie weniger Eier als sonst legen. Das ist doch kein Wunder bei Bodentemperaturen, die eher an Dezember und Januar als an März und April erinnern. Wenn uns der Handel mit bunten Ostereiern und Schokohasen nicht zeigen würde, was die Stunde geschlagen hat, würde man beim Einkauf doch automatisch nach Glühwein und Christstollen Ausschau halten.

Nur gut, dass der Osterhase von Hause aus ein dickes Fell hat und die Ostereier traditionell bunt gefärbt werden. So können wir sie im Notfall auch unter einer weißen Schneedecke wiederfinden. Vielleicht haben die Erfinder dieses Brauches ja auch schon ihre Erfahrungen mit weißen Ostern gemacht und ihre ganz praktischen Konsequenzen daraus gezogen.

Von mir aus könnten die Ostereier ruhig weiß und auf dem Frühstückstisch bleiben, wenn es dafür draußen in der Natur bunter und wärmer würde. Kalte Füße bekommen wir schließlich schon oft genug, auch ohne weiße Ostern.   Dieser Text erschien am 30. März 2013 in der Neuen Ruhr Zeitung 

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