Freitag, 13. September 2013

Ein Pladoyer für die Ökumene: Eindrücke aus dem Festhochamt, mit dem die Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt ihren 250. Geburtstag feierte

Das Festhochamt, mit dem die Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt am Sonntag ihren 250. Geburtstag feiert, wurde zu einem deutlichen Plädoyer für die Ökumene. Der emeritierte Weihbischof Franz Grave, der seit 2008 zum Seelsorgeteam der katholischen Gemeinde gehört, sagte in seiner Predigt: „Petrikirche und Marienkirche sind gerade mal 140 Meter voneinander entfernt. Das steht für Nähe und heute verbindet uns mehr als uns trennt.“

Der evangelische Superintendent, Helmut Hitzbleck, betonte in seinem Grußwort: „Konfessionalismus ist ein Schlag in das Gesicht Gottes und seines Heilsplanes für die Menschen. Gerade in einer Zeit, in der die Kirchen nicht unumstritten sind, müssen wir gemeinsam im christlichen Geist Menschen stärken und stützen.“ Beide Ansprachen wurden von den Gläubigen in der vollbesetzten Marienkirche mit Applaus bedacht.

Dur Ökumene passte auch, dass der Markt der Möglichkeiten, der sich dem Hochamt anschloss, nicht nur katholische, sondern auch evangelische Einrichtungen, Gruppen und Initiativen präsentierte und aufgrund des schlechten Wetters nicht auf dem Kirchhof von St. Mariae Geburt, sondern im benachbarten Altenhof und damit im Haus der Evangelischen Kirche stattfand. Bei der Eröffnung des Marktes würdigte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld denn auch die historische Bedeutung des Kirchenhügels und die Impulse, die die beiden christlichen Kirchen dort der Stadtentwicklung gegeben hätten.


Dieser Text erschien am  10. September 2013 in der Neuen Ruhr Zeitung


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