Freitag, 20. Dezember 2013

Ein handfestes Geschenk: Warum Bücher auch im digitalen Zeitalter gefragt bleiben

Was schenken Sie Ihren Lieben zu Weihnachten? Ein Buch? Wenn ja, dann liegen Sie voll im Trend. Denn das gute alte Buch in seiner klassisch gedruckten Form, ist immer noch ein Bestseller, wenn es um Weihnachtsgeschenke geht. Das bestätigen örtliche Buchhändler.

„Das ist schon enorm, was in diesen Tagen an Bücherstapeln über den Tisch geht“, sagt Michael Fehst  von Buchhandlung am Löhberg. Seine Kollegin Gabriele Laucke von der Buchhandlung Röder an der Leineweberstraße schätzt, dass die Zahl der verkauften Bücher vor Weihnachten um bis zu 50 Prozent ansteigt. Und ihre Kollegin Birgitta Lange von der Saarner Buchhandlung Hiberath und Lange formuliert es so: „Obwohl der November und Dezember nur ein Sechstel des Jahres bildet, machen wir in diesen Monaten ein Viertel unseres Jahresumsatzes. Wo sonst vielleicht nur 100 Kunden am Tag kommen, sind es kurz vor Weihnachten auch schon mal 500 oder 600.“
Was fasziniert Menschen im digitalen Zeitalters am gedruckten Buch? „Es ist einfach schön anzusehen und man hat was in der Hand, das man mental auffressen und trotzdem weiter nutzen kann“,erklärt Fehst  warum der Trend zum Buch anhält. Und seine Kollegin Lange stellt fest: „Weil die Leute heute den ganzen Tag mit bewegten Bildern zu tun haben, ob im Fernsehen, an ihrem Computer oder auf ihrem Handy, sind sie froh, wenn sie mal ein gedrucktes Ding mit etwas Bleiwüste in die Hand nehmen können.“
Auch wenn mediale Buchbesprechungen und verlagsgesteuerte Werbekampagnen, „die einem“ (so Lange) „das Gefühl vermitteln, dass man ein bestimmtes Buch gelesen haben muss, wenn man noch zur menschlichen Gesellschaft gehören will“, den Buchverkauf ankurbeln, bestätigen die Buchhändler, dass sich viele Titel auch im medialen Windschatten durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder als Geheimtipp der Buchhändler zu Bestseller machen lassen. „Die Leute gehen nicht nur die Bestsellerlisten rauf und runter. Sie schauen sich Bücher an und machen sich Gedanken, welches Buch am besten zu dem Menschen passen könnte, den sie beschenken wollen,“ betont Petra Büse-Leringer von den Broicher Bücherträumen an der Prinzeß-Luise-Straße.

Was überrascht, wenn man sich mit örtlichen Buchhändlern über ihre aktuellen Bestseller unterhält, ist deren Bandbreite. Da sind etwa die Kurzgeschichten der kanadischen Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro, wie „Zuviel Glück“ oder „Liebes Leben“ und der neueste Roman des skandinavischen Bestsellerautors Jonas Jonasson „Die Analphabetin, die rechnen konnte.“ Jonasson profitiert noch vom Vorruhm seines Romans „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand.“ Bei den Kunden kommt derzeit aber auch ein großformatiger Band mit bisher unveröffentlichten Karikaturen Loriots (Loriots Spätlese) gut an und ein ebenso großformatiges Fotobuch, das unter dem Titel „Maloche und Minirock“ in das Ruhrgebiet der 60er Jahre zurückschaut. Sachbücher, wie Rüdiger Safranskis Goethe-Biografie „Kunstwerk des Lebens“ oder das von Christopher Clark geschriebene Geschichtsbuch „Die Schlafwandler“ finden ebenso viele Leser. Clark beleuchtet die Politik der europäischen Großmächte, die 1914 in den Ersten Weltkrieg führte. „Dieses Buch schildert geschichtliche Zusammenhänge spannend und jenseits üblicher Betrachtungsweisen, wenn es zeigt, wie sich die europäischen Regierungen 1914 von allen Seiten hochschaukeln ließen und am Ende in den Krieg zogen“, lobt Fehst . Dass sich Bücher nicht nur gut verkaufen, wenn sie bilden und unterhalten, sondern auch, wenn sie Lebenshilfe geben, erlebt Fehsts Kollegin Laucke mit Christine Westermanns Buch „Da geht noch was“, in dem sich die Journalistin autobiografisch mit dem Älterwerden auseinandersetzt.
„Sie ist eine fulminante Schreiberin, die sehr gefühlvolle Beziehungsromane schreibt, in denen es unter anderem um Frauen geht, die sich trotz aller Zwänge von gesellschaftlichen Rollenerwartungen emanzipieren und dabei auch schon mal in Widersprüche verstricken,“ sagt Michael Fehst  über die aus der Ukraine stammende und 1942 ins brasilianische Exil geflohene Autorin Clarice Lispector und ihre Romane „Der Lüster“ und „Nahe dem wilden Herzen.“

Seine Kollegin Gabriele Laucke empfiehlt den um 1800 spielenden Roman „Das Wesen der Dinge und der Liebe“, in dem die US-Autorin Elisabeth Gilbert die Entwicklungsgeschichte einer forschenden und weltreisenden Amerikanerin erzählt, die sich dank ihrer finanziellen Unabhängigkeit die zweckfreie Liebe leisten kann, ohne ans Heiraten denken zu müssen. „Das ist ein spannendes und sprachlich schönes Leseerlebnis, bei dem man gerne dranbleibt“, verspricht Laucke.

Ihre Kollegin Birgitta Lange rät zur Lektüre des von Maria Goodin geschriebenen Romans „Valerie kocht“, der vor dem Hintergrund einer Mutter-Tochter-Beziehung im Spannungsfeld von Fakten und Phantasie „mal traurig, mal witzig, aber immer sehr bewegend und tröstlich mit spannenden Figuren und Mut machend zeigt, dass man Dinge nicht immer so machen muss, wie man sie immer schon gemacht hat, und dass man bereit sein muss, Risiken einzugehen.“

Ihre Broicher Kollegin Petra Büse-Leringer hat sich dagegen in Todt McLellans Fotoband „Ganz schön zerlegt“ verguckt. Der Fotograf hat 80 Alltagsgegenstände vom Notebook bis zum Wählscheibentelefon in ihre Einzelteile zerlegt. Seine Fotos sind in Büse-Leringers Augen ein anschauliches Plädoyer gegen die Wegwerfkultur und für die Kunst des Reparierens, das nicht nur technisch Interessierte begeistern, sondern auch Generationen miteinander ins Gespräch bringen kann



„Sie ist eine fulminante Schreiberin, die sehr gefühlvolle Beziehungsromane schreibt, in denen es unter anderem um Frauen geht, die sich trotz aller Zwänge von gesellschaftlichen Rollenerwartungen emanzipieren und dabei auch schon mal in Widersprüche verstricken,“ sagt Michael Fehst über die aus der Ukraine stammende und 1942 ins brasilianische Exil geflohene Autorin Clarice Lispector und ihre Romane „Der Lüster“ und „Nahe dem wilden Herzen.“

Seine Kollegin Gabriele Laucke empfiehlt den um 1800 spielenden Roman „Das Wesen der Dinge und der Liebe“, in dem die US-Autorin Elisabeth Gilbert die Entwicklungsgeschichte einer forschenden und weltreisenden Amerikanerin erzählt, die sich dank ihrer finanziellen Unabhängigkeit die zweckfreie Liebe leisten kann, ohne ans Heiraten denken zu müssen. „Das ist ein spannendes und sprachlich schönes Leseerlebnis, bei dem man gerne dranbleibt“, verspricht Laucke.

Ihre Kollegin Birgitta Lange rät zur Lektüre des von Maria Goodin geschriebenen Romans „Valerie kocht“, der vor dem Hintergrund einer Mutter-Tochter-Beziehung im Spannungsfeld von Fakten und Phantasie „mal traurig, mal witzig, aber immer sehr bewegend und tröstlich mit spannenden Figuren und Mut machend zeigt, dass man Dinge nicht immer so machen muss, wie man sie immer schon gemacht hat, und dass man bereit sein muss, Risiken einzugehen.“

Ihre Broicher Kollegin Petra Büse-Leringer hat sich dagegen in Todt McLellans Fotoband „Ganz schön zerlegt“ verguckt. Der Fotograf hat 80 Alltagsgegenstände vom Notebook bis zum Wählscheibentelefon in ihre Einzelteile zerlegt. Seine Fotos sind in Büse-Leringers Augen ein anschauliches Plädoyer gegen die Wegwerfkultur und für die Kunst des Reparierens, das nicht nur technisch Interessierte begeistern, sondern auch Generationen miteinander ins Gespräch bringen kann

Seine Kollegin Gabriele Laucke empfiehlt den um 1800 spielenden Roman „Das Wesen der Dinge und der Liebe“, in dem die US-Autorin Elisabeth Gilbert die Entwicklungsgeschichte einer forschenden und weltreisenden Amerikanerin erzählt, die sich dank ihrer finanziellen Unabhängigkeit die zweckfreie Liebe leisten kann, ohne ans Heiraten denken zu müssen. „Das ist ein spannendes und sprachlich schönes Leseerlebnis, bei dem man gerne dranbleibt“, verspricht Laucke.
Ihre Kollegin Birgitta Lange rät zur Lektüre des von Maria Goodin geschriebenen Romans „Valerie kocht“, der vor dem Hintergrund einer Mutter-Tochter-Beziehung im Spannungsfeld von Fakten und Phantasie „mal traurig, mal witzig, aber immer sehr bewegend und tröstlich mit spannenden Figuren und Mut machend zeigt, dass man Dinge nicht immer so machen muss, wie man sie immer schon gemacht hat, und dass man bereit sein muss, Risiken einzugehen.“

Ihre Broicher Kollegin Petra Büse-Leringer hat sich dagegen in Todt McLellans Fotoband „Ganz schön zerlegt“ verguckt. Der Fotograf hat 80 Alltagsgegenstände vom Notebook bis zum Wählscheibentelefon in ihre Einzelteile zerlegt. Seine Fotos sind in Büse-Leringers Augen ein anschauliches Plädoyer gegen die Wegwerfkultur und für die Kunst des Reparierens, das nicht nur technisch Interessierte begeistern, sondern auch Generationen miteinander ins Gespräch bringen kann


Ihre Kollegin Birgitta Lange rät zur Lektüre des von Maria Goodin geschriebenen Romans „Valerie kocht“, der vor dem Hintergrund einer Mutter-Tochter-Beziehung im Spannungsfeld von Fakten und Phantasie „mal traurig, mal witzig, aber immer sehr bewegend und tröstlich mit spannenden Figuren und Mut machend zeigt, dass man Dinge nicht immer so machen muss, wie man sie immer schon gemacht hat, und dass man bereit sein muss, Risiken einzugehen.“


Ihre Broicher Kollegin Petra Büse-Leringer hat sich dagegen in Todt McLellans Fotoband „Ganz schön zerlegt“ verguckt. Der Fotograf hat 80 Alltagsgegenstände vom Notebook bis zum Wählscheibentelefon in ihre Einzelteile zerlegt. Seine Fotos sind in Büse-Leringers Augen ein anschauliches Plädoyer gegen die Wegwerfkultur und für die Kunst des Reparierens, das nicht nur technisch Interessierte begeistern, sondern auch Generationen miteinander ins Gespräch bringen kann

Ihre Broicher Kollegin Petra Büse-Leringer hat sich dagegen in Todt McLellans Fotoband „Ganz schön zerlegt“ verguckt. Der Fotograf hat 80 Alltagsgegenstände vom Notebook bis zum Wählscheibentelefon in ihre Einzelteile zerlegt. Seine Fotos sind in Büse-Leringers Augen ein anschauliches Plädoyer gegen die Wegwerfkultur und für die Kunst des Reparierens, das nicht nur technisch Interessierte begeistern, sondern auch Generationen miteinander ins Gespräch bringen kann


Was Buchhändler empfehlen

Jenseits aller Verkaufszahlen haben die befragten Buchhändler auch ihren eigenen Geheimtipp, den sie gerne zum Besteller machen würden.

„Sie ist eine fulminante Schreiberin, die sehr gefühlvolle Beziehungsromane schreibt, in denen es unter anderem um Frauen geht, die sich trotz aller Zwänge von gesellschaftlichen Rollenerwartungen emanzipieren und dabei auch schon mal in Widersprüche verstricken,“ ssagt Michael Fehst über die aus der Ukraine stammende und 1942 ins brasilianische Exil geflohene Autorin Clarice Lispector und ihre Romane „Der Lüster“ und „Nahe dem wilden Herzen.“

Seine Kollegin Gabriele Laucke empfiehlt den um 1800 spielenden Roman „Das Wesen der Dinge und der Liebe“, in dem die US-Autorin Elisabeth Gilbert die Entwicklungsgeschichte einer forschenden und weltreisenden Amerikanerin erzählt, die sich dank ihrer finanziellen Unabhängigkeit die zweckfreie Liebe leisten kann, ohne ans Heiraten denken zu müssen. „Das ist ein spannendes und sprachlich schönes Leseerlebnis, bei dem man gerne dranbleibt“, verspricht Laucke.

Ihre Kollegin Birgitta Lange rät zur Lektüre des von Maria Goodin geschriebenen Romans „Valerie kocht“, der vor dem Hintergrund einer Mutter-Tochter-Beziehung im Spannungsfeld von Fakten und Phantasie „mal traurig, mal witzig, aber immer sehr bewegend und tröstlich mit spannenden Figuren und Mut machend zeigt, dass man Dinge nicht immer so machen muss, wie man sie immer schon gemacht hat, und dass man bereit sein muss, Risiken einzugehen.“

Ihre Broicher Kollegin Petra Büse-Leringer hat sich dagegen in Todt McLellans Fotoband „Ganz schön zerlegt“ verguckt. Der Fotograf hat 80 Alltagsgegenstände vom Notebook bis zum Wählscheibentelefon in ihre Einzelteile zerlegt. Seine Fotos sind in Büse-Leringers Augen ein anschauliches Plädoyer gegen die Wegwerfkultur und für die Kunst des Reparierens, das nicht nur technisch Interessierte begeistern, sondern auch Generationen miteinander ins Gespräch bringen kann




Dieser Text erschien am 13. Dezember 2013 in der Neuen Ruhr Zeitung

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