Dienstag, 29. September 2015

Ein Mittagsrundgang durch das grüne, hügelige, aber auch "trockene" Holthausen

Rainer Fiddecke in der ausgeräumten Kapelle an der Walkmühlenstraße

Wer mit Rainer Fiddeke und Jan Vogelsang durch Holthausen geht, merkt es schnell. In diesem gut-bürgerlichen Stadtteil ist es grün und hügelig. Und das genau mögen die beiden Holthauser an ihrem Stadtteil, in dem sie bisher ihr ganzes Leben verbracht haben. Der pensionierte Lehrer Fiddecke wurde vor 68 Jahren und der Oberstufenschüler Vogelsang vor 19 Jahren hier geboren. Beide sind in der SPD aktiv. Fiddecke hat eine lange Rats-Vergangenheit hinter sich. Vogelsang hat als als jüngster Stadtverordneter erst seine politische Zukunft erst vor sich.

Der Branchenmix ist hier ganz ordentlich. Man bekommt alles, was man braucht“, sagt Fiddecke mit Blick auf den Oppspring. „Aber an der oberen Zeppelinstraße gibt es so gut, wie keine Nahversorgung. Das ist vor allem für die älteren Anwohner schlecht“, ergänzt Vogelsang.

Beide bedauern, dass es in Holthausen inzwischen keine Gaststätte mehr gibt, in denen man sich gemütlich mit Nachbarn auf ein Bier und eine Frikadelle treffen könne. Die letzten drei Gaststätten haben in den letzten Jahren dicht gemacht.
Für den Oppspring wünschen sich Fiddecke und Vogelsang mehr Parkplätze und einen Kreisverkehr, um die zum Teil chaotische und gefährliche Verkerssituation zu entspannen.

Außerdem wissen sie, dass sich viele Holthauser darüber ärgern, dass die Anschlüsse zwischen der Straßenbahnlinie 104, die zum Hauptfriedhof fährt und der neuen Buslinie, die bis zum Flughafen und dann zum Rhein-Ruhr-Zentrum fährt, oft nicht funktionieren und die Fahrgäste im Regen stehen.



Weil man in Holthausen im Grünen wohnen kann, ziehen auch viele Familien in den Stadtteil. Das tut der Bevölkerungsstruktur gut, führt aber auch zu Neubaumaßnahmen, wie an der Tilsiter oder der Mendener Straße, die nicht von allen Alteingesessenen gerne gesehen werden.

Dieser Text erschien am 22. September in der Neuen Ruhr Zeitung

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