Montag, 9. November 2015

Mit Schalk im Nacken: Markus und Julia Steck schwingen als Prinzenpaar ab 11.11. das närrische Zepter

Julia und Markus Steck mit ihrem
Hofmarschall Hermann-Josef Hüßelbeck und
ihrer Pagin
Herr und Frau Steck sind jeck und haben sich deshalb vorgenommen, als Prinzenpaar die mölmschen Narren in der Fünften Jahreszeit auf Trab zu bringen – und im Trab zu halten.

Das ist kein Witz, sondern närrische Nachrichtenlage. Denn Markus (40) und Julia Steck (39), die auch im richtigen Leben ein Paar sind, treten als Tollitäten Markus II. und Julia I. an, nominiert und ins Rennen geschickt vom Hauptausschuss Groß-Mülheimer Karneval.

Auch beruflich sind die beiden ein Team. Sie sind Inhaber einer Firma, die ihr Geld mit der Wartung und Reparatur von Aufzügen verdient. Wer glaubt, dass Herr Steck dort fürs Handwerk und Frau Steck für die Buchhaltung zuständig ist, irrt. Er und sie ziehen auch im Blau- bzw. Graumann an einem Strang, wenn der Aufzug nicht so auf und nieder fährt, wie er soll.

„Wir haben den Schalk im Nacken“, sagen Julia und Markus Steck über sich. Gerne erinnert sich der designierte Prinz zum Beispiel an seine Styrumer Sturm- und Drangzeit. Damals lud er zum Beispiel einen Schulfreund ein, der zu Hause essenstechnisch knapp gehalten wurde und sich nach Pommes Rot-Weiß und Currywurst sehnte. Doch der Imbissfan hatte die Rechnung ohne seinen Freund und den eingeweihten Wirt gemacht.


Denn der servierte dem hungrigen Herrn ein „Du-darfst“-Diätgericht nach dem anderen. „Wir haben dann einfach etwas mehr gegessen und hatten so trotzdem viel Spaß und am Ende unsere Kalorien intus“, gibt seine Tollität in spe eine Anekdote aus seinem Leben zum Besten. Das kann ja heiter werden. Und das soll es ja wohl auch. Julia und Markus Steck lassen keinen Zweifel daran, dass sie die Narren nach ihrer Proklamation am 11.11. nicht auf Nulldiät setzten wollen. „Wo kann man so viel generationsübergreifende Geselligkeit und Spaß an der Freude erleben, wie im Karneval?“, fragt Markus Steck.

Er freut sich vor allem auf den Rosenmontagszug am 8. Februar, wenn er hoch auf dem Prinzenwagen die Kamelle unters Narrenvolk bringen kann. Sie „ist gespannt, wie unser Auftritt und unser Programm bei den Karnevalsfesten im Fliednerdorf und in den Altenheimen aufgenommen wird.“

Ihre Proklamationsparagrafen wollen die designierten Tollitäten, die keiner Karnevalsgesellschaft, dafür aber als Ehrensenatoren dem Förderkreis des Hauptausschusses Groß-Mülheimer Karneval angehören, nicht verraten. Nur ihr Sessionsmotto geben sie schon jetzt preis. Und das lautet: „Nur kein Schreck, der Mölmsche ist jeck."


Dieser Text erschien am 22. Oktober 2015 in der NRZ und in der WAZ

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen