Dienstag, 24. Mai 2016

"Die Alterspyramide sieht nicht gut aus": Drei Fragen an den Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde, Alexander Drehmann

Alexander Drehmann
Wie wirkt sich der demografische Wandel auf Ihre Gemeinde aus, die insgesamt 2565 Mitglieder hat, davon 900 in Mülheim?

Negativ, die Alterspyramide sieht nicht gut aus. Die Mitglieder werden immer älter, mit zu wenig Nachwuchs.

Was sehen Sie als die größte Herausforderung an?

Die Sicherheitssituation und der wachsende Antisemitismus, die Betreuung ältere Gemeindemitglieder,die Bindung an die Gemeinde sind mit Abstand die wichtigsten Herausforderungen

Gibt es auch in der jüdischen Gemeinde einen Trend zur Säkularisierung und welchen Beitrag kann und will die Gemeinde für die künftige Stadtgesellschaft leisten?

Hinsichtlich der Säkularisierungstendenzen, die man in unserer Gesellschaft beobachten kann, sind wir mit anderen Kirchen vergleichbar. Wir können als jüdische Gemeinde unsere Stadtgesellschaft, die immer multikultureller wird, zum Beispiel mit für Menschen aller Religionen offenen Kultur- und Vortragsveranstaltungen bereichern. Solche Veranstaltungen zeigen, dass alle Religionen voneinander lernen können

Dieser Text erschien am 14. Mai 2016 in der Neuen Ruhr Zeitung

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